In eigener Sache
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EditorialDiese Webseite fasst die Ergebnisse und Diskussionen einer Informationsreise zusammen, die eine Gruppe aus München im Sommer 2002 nach Nicaragua unternommen hat. Es handelte sich dabei nicht um eine Delegationsreise von Menschen, die schon seit Jahren zu Zentralamerika arbeiten. Neben Erfahrungen einiger in der Nicaragua-Solidarität haben sich die meisten von uns in der letzten Zeit schwerpunktmäßig mit Nationalismus und Antisemitismus beschäftigt. Zweifelsohne hat sich dies in unseren Auseinandersetzungen während und nach der Reise niedergeschlagen und Eingang in diese Broschüre gefunden. Spätestens seit den Ereignissen von Genua im Juni 2001 steht eine Auseinandersetzung mit der "Globalisierung" und der "Globalisierungs-Kritik" auf der Tagesordnung. Von besonderem Interesse für uns haben sich folgende Fragen herauskristallisiert: Was ist denn tatsächlich so neu an der Globalisierung? Wie äußerst sich dieses Phänomen in Trikontstaaten und wo liegen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu den Metropolenstaaten? Um den großen Themenkreis der Globalisierung einzuschränken, haben wir uns bereits in unserer einjährigen Vorbereitungsphase auf die Politik der Privatisierungen fokussiert. Privatisierungen sind ein Merkmal neoliberaler Politik und eignen sich unserer Meinung nach hervorragend, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie dominierende Abhängigkeitsverhältnisse zwischen Metropolen und Peripherie herauszuarbeiten. Wir glauben, dass unsere Ergebnisse und Diskussionen für einen weiteren Kreis von Leuten interessant sind, die entweder Solidaritätsarbeit zu Zentralamerika leisten oder gegen Privatisierungen arbeiten. Daher haben wir uns entschlossen, anhand unserer Erfahrungen diese Artikel zu schreiben und hoffen auf zahlreiche kritische LeserInnen. Unseren GesprächspartnerInnen in Nicaragua möchten wir herzlich dafür danken, dass sie sich trotz ihrer Kämpfe die Zeit genommen haben, uns die Auswirkungen von Privatisierungen zu erklären. Sie alle verorten sich in der außerparlamentarischen Linken und sind in NGOs organisiert, die zu so unterschiedlichen Themen wie Bildung, Ökologie oder sozialen und politischen Menschenrechten arbeiten. Besonders hervorheben wollen wir das Movimiento Comunal Nicaragüense in Matagalpa und das Red Nacional de Defensa de los Consumidores in Managua, mit denen mehrere und intensivere Gespräche und Diskussionen stattgefunden haben. Bei der Vorbereitung der Reise hat uns das Ökumenische Büro in München unterstützt. Dafür und für kritische Anmerkungen beim Entstehungsprozess der Broschüre danken wir herzlich. Ebenso wollen wir unseren Lektorinnen für ihre Unterstützung danken sowie der Resi-Huber-Brigade 2002 des Ökumenischen Büros für die Fotos, die diese Broschüre auflockern. Die Broschüre, im PDF Format, steht auch als Download zur Verfügung. Das AutorInnenkollektiv |
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