Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die International Bank for Reconstruction and Development (IBRD, "Weltbank") wurden 1944 gegründet und haben mittlerweile jeweils 184 Mitgliedsstaaten. Die Aufgabenteilung der beiden Schwesterorganisationen gestaltet sich folgendermaßen:
Der IWF verordnet die so genannten Strukturanpassungsprogramme (SAP), die helfen sollen, die Währungen stark verschuldeter Staaten zu stabilisieren, diesen Staaten zur Schuldendienstfähigkeit zurück zu verhelfen sowie ihre Wirtschaft neoliberal umzugestalten.
Die IBRD vergibt Kredite zur Finanzierung großer "Entwicklungs"-Projekte. Diese sind auf eine in ökonomischen Kennzahlen messbare kapitalistische Entwicklung ausgelegt und haben häufig verheerende soziale und ökologische Auswirkungen. Besonders kritisiert wurden oft Staudammprojekte der Weltbank. Mit der IBRD bilden zwei weitere Banken die so genannte "Weltbankgruppe": Die 1956 gegründete International Finance Corporation (IFC) ist zuständig für die Förderung des Privatsektors. Die International Development Association (IDA, gegründet 1960) soll an die ärmsten Weltbank-Mitgliedsstaaten langfristige, unverzinste Kredite für Projekte mit "höchster Entwicklungspriorität" vergeben.
Das Stimmrecht und das Kreditziehungsrecht bei IWF und Weltbank ist etwa den Einzahlungen der Mitgliedsstaaten proportional. Die Industrieländer haben daher zusammen die absolute Mehrheit der Stimmen.